SHOAH – Wie war es menschlich möglich?



26. Januar bis 28. Juni 2020


Eine Ausstellung der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem anlässlich

des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Eröffnung: Stephan Meyer, 1. Stellvertretender Landrat des Landkreises Rostock

Performance: Robert Reschkowski, "Herz Schlag"

Schulklassen aus der Region sind eingeladen, sich mit

der Frage Kann sich der Holocaust wiederholen? auseinanderzusetzen.


Die Ergebnisse werden ab Sonntag, 14. Juni, 15 Uhr

bei „de DROM“ präsentiert (bis 28. Juni).


Es erscheint eine Dokumentation.

Weitere über das Jahr verteilte Programmpunkte werden hier rechtzeitig veröffentlicht. Bitte fordern Sie den --> Newsletter an.

de DROM e.V., Kulturbahnhof Kröpelin, Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin, geöffnet täglich nach Vereinbarung: Tel. 038292 820495, vorstand@de-drom.de

Presse:

„Wir müssen voneinander wissen, um zu verstehen“


Verein „de DROM e.V.“ veranstaltet 3. Deutsch-Israelische Kulturtage Mecklenburg-Vorpommern vom 26. Januar bis 25. Oktober 2020



Kunst, Musik, Literatur, Film, Vorträge und Diskussionen – der Verein „de DROM e.V.“ mit Sitz in Kröpelin (Landkreis Rostock) lädt zu den 3. Deutsch- Israelischen Kulturtagen Mecklenburg-Vorpommern ein. Die Veranstaltungsreihe steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Botschafters des Staates Israel, S.E. Jeremy Issacharoff, und der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig. 


Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe am Sonntag, 26. Januar, um 15 Uhr im Bahnhof Kröpelin von Stephan Meyer, erster stellvertretender Landrat des Landkreises Rostock, mit der Ausstellung „Shoa - Wie war es menschlich möglich?“

„Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem enstanden. Wir zeigen sie anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages und des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar“, sagt Hubertus Wunschik, Vorsitzender von „de DROM“. Der Verein trägt im Untertitel den Namen Gesellschaft zur Förderung von Kultur, Bildung und Gemeinwesen in der Regiopole Rostock. Im Zusammenhang mit der Ausstellung wird die Fernsehdokumentation „Abraham – ein Versuch“ von 1970 gezeigt. Der Film thematisiert, dass ganz gewöhnliche Menschen, die anscheinend nur die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllen und keinerlei persönliche Feindschaft gegenüber Dritten empfinden, zu Handlungen in einem Vernichtungsprozess veranlasst werden können. 

Zum Auftakt der Kulturtage ist im Bahnhof auch die Performance „Herz Schlag“ des Düsseldorfer Künstlers Robert Reschkowski zu erleben.

Die Ausstellung kann täglich nach Voranmeldung (Tel. 038292-820495 oder per E-Mail: vorstand@de-drom.de) besucht werden.


In den nächsten Wochen sind Schulklassen eingeladen, sich mit der Frage „Kann sich der Holocaust wiederholen?“ auseinanderzusetzen.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen der Schülerinnen und Schüler werden vom 14. bis 28. Juni bei „de DROM“ präsentiert. Es erscheint eine Dokumentation. 


Als Partner ist die Gesellschaft für Bildung, Erziehung und Gesundheit (GeBEG) aus Rostock im Boot. Die Akteure werden Ausschnitte des Dokumentarfilms „Das geheime Netz des Guten um Auschwitz“ zeigen. Der Film will die Aufopferung und das Engagement für die Häftlinge des KZ Auschwitz einem größeren Publikum bekannt machen und die Menschen ehren, die den Häftlingen auf vielfältige Weise geholfen haben, darunter auch diejenigen, die wegen der Häftlingshilfe durch die Hand der Besatzer den Tod erlitten haben. Grundlage für den Film waren zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen. Die GeBEG möchte mit ihrem Partner, dem Verein „Für die Zukunft lernen - Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau e.V." diese Interviews aufarbeiten und in einen aktuellen Kontext bringen: „Der Holocaust darf sich nie wiederholen. Wie können wir antisemitischen Tendenzen heute entgegenwirken?“ Die GeBEG plant, für Interessierte in der ersten Septemberwoche einen Besuch der KZ-Gedenkstätte Auschwitz durchzuführen.  


Herzstück der 3. Deutsch-Israelischen Kulturtage Mecklenburg-Vorpommern ist eine Ausstellung mit Kunst aus Deutschland und Israel. Sie steht vom 13. September bis zum 25. Oktober unter dem Motto „Kunst und Glaube“. 

Den Rahmen spannt auch bei der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe ein vielfältiges Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen, Diskussionen und mehr. Der Nahostkorrespondent Ulrich Sahm aus Jerusalem wird zum Beispiel einen Vortrag zu den deutsch-israelischen Beziehungen halten. Der Arbeitstitel lautet: „Deutsche Staatsräson versus UNO-Resolutionen gegen Israel – Zwischen Moral und Diplomatie“. Die Autoren Eva Gruberová und Helmut Zeller aus Dachau stellen ihr neues Buch „Diagnose Judenhass. Die Wiederkehr einer deutschen Krankheit“ (Arbeitstitel) vor. Die Israelaktivistin Malca Goldstein-Wolf aus Köln spricht zum Thema „BDS & Co. – Dem Judenhass die Stirn bieten“. Dr. Hubertus Knabe hält den Vortrag „Antisemitismus und Feindbild Israel in der DDR“. Gezeigt werden Filme, darunter „Der ewige Antisemit“ von Joachim Schroeder und Henryk M. Broder. Außerdem ist eine Exkursion zum antijüdischen Relief („Judensau“) in der Stiftskirche Bützow mit Johanna Levetzow und Gottfried Hägele und in die „Blutkapelle“ in Sternberg mit Brigadegeneral a.D. Christof Munzlinger geplant. Das Programm wird immer weiter ergänzt. „Es wird Musik und Literatur geben. Unterhaltung, Frohsinn und Humor kommen nicht zu kurz. „Denn Israel ist ein sehr gastfreundliches Land, in dem die Menschen das Leben lieben und feiern. Und das soll man trotz vieler ernsthafter Themen natürlich auch bei unseren Kulturtagen spüren“, sagt Hubertus Wunschik.

Die geplanten Ausstellungen und Veranstaltungen, die zur Zeit wegen der Corona-Pandemie ausfallen müssen, werden nach der Krise durchgeführt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

--> Thüringer Erklärung aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora am 11. April 1945   [hier unterzeichnen]  <--