3. Deutsch-Israelische Kulturtage Mecklenburg-Vorpommern

In Zeiten der Corona-Pandemie

Die "3. Deutsch-Israelischen Kulturtage Mecklenburg-Vorpommern” stehen unter der Schirmherrschaft seiner Exzellenz, dem Botschafter des Staates Israel, Jeremy Issacharoff, und der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig.


Wegen der Covid-19-Pandemie werden einige der Veranstaltungen zu den "3. Deutsch-Israelischen Kulturtagen Mecklenburg-Vorpommern", die im Jahr 2020 hätten durchgeführt werden sollen, im September 2021 stattfinden.

Sie sind eingebunden in das "Festjahr 2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland", welches unter der Schirmherrschaft unseres Bundespräsidenten steht.

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Sven Kierst

Lilian Wunschik


Spurensuche an einem verbotenen Ort


1. August bis 26. September 2021


Eröffnung: Sonntag, 1. August, 15 Uhr

Katy Hoffmeister, Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, übergab am 9. August 2021 dem Vorstand des Vereins "de DROM e.V." einen Fördermittelbescheid des Landes für die Veranstaltungen des Vereins zum Festjahr 2021.

3. Deutsch-Israelische Kulturtage Mecklenburg-Vorpommern

im Festjahr 2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Gefördert u.a. von


BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, KV Landkreis Rostock

Dr. Ines Bull und Dr. Klaus-Michael Bull

Anno August Jagdfeld, Heiligendamm

Justizministerium des Landes M-V

Landeszentrale für politische Bildung M-V

Landkreis Rostock

OSPA-Stiftung

Rebus Regionalbus Rostock GmbH

Veranstaltet von „de DROM e.V.”, Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin, Tel. 038292-820495, www.de-drom.de, vorstand@de-drom.de


Programm-Änderungen vorbehalten. Eintritt frei. Einlasskontrolle (Personalausweis).

Es gelten die üblichen Regeln und Schutzmaßnahmen bezüglich der COVID-19-Pandemie.

Sonntag, 5. September 2021, 15 Uhr


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


Eröffnung: Hubertus Wunschik, de DROM e.V.


Grußwort: Katy Hoffmeister, Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern


"Geschichte der Juden in Mecklenburg und Pommern von den Anfängen bis zur Reformationszeit und die Sternberger Ereignisse von 1492 und ihre Auswirkungen",

Prof. Dr. Kristin Skottki, Bayreuth


Vorstellung des "Gedenkbuches für die Juden in Mecklenburg 1845-1945",

Dr. Michael Buddrus, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin [in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung M-V]


"Geschichte der Juden in Mecklenburg nach 1945",

Yuriy Kadnykov, Landesrabbiner des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern



Sonntag, 12. September 2021, 15 Uhr


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


"Diagnose: Judenhass. Die Wiederkehr einer deutschen Krankheit",

Lesung mit Eva Guberová und Helmut Zeller, Dachau


Bis vor wenigen Jahren hieß es in Deutschland stets, jüdisches Leben sei ein selbstverständlicher Teil der Normalität. Aber spätestens nach dem Überfall auf die Synagoge in Halle 2019 und der massiven Ausbreitung von antisemitischen Verschwörungsmythen in der Corona-Krise bekam dieses Bild tiefe Risse.


Eva Gruberová und Helmut Zeller sind durch Deutschland gereist und haben zugehört – von Rostock über Berlin bis Dortmund und nach München, mit einem Abstecher nach Wien. Dabei zeigt sich, dass Juden hierzulande kein normales Leben führen können, es sei denn, man hält Polizei und Sicherheitszäune vor jüdischen Kindergärten, Brandanschläge auf Synagogen, oder perfide Witze für etwas, das zur deutschen Normalität gehört. Jüdinnen und Juden erleben Übergriffe und Anfeindungen auch aus muslimisch geprägten Milieus. Was aber viele nicht sehen: Antisemitismus kam und kommt aus der "bürgerlichen Mitte".

Die Reportagen, Interviews und Analysen machen sichtbar, dass der Judenhass tief in der Gesellschaft verwurzelt ist – und uns alle angeht.

Antisemitismus war in Deutschland auch nach 1945 nicht verschwunden. Dieses Buch macht in Reportagen, Interviews und Analysen sichtbar, wie tief er in der Gesellschaft verwurzelt ist. Anschläge wie auf die Synagoge in Halle folgen zwar empörte Reaktionen, selten jedoch nachhaltige juristische Konsequenzen. Auch dem Hass im Netz, der Verbreitung judenfeindlicher Parolen bei antiisraelischen Demonstrationen oder Anti-Corona-Protesten wird nicht Einhalt geboten. Was in der Debatte über Antisemitismus meistens untergeht, sind die Stimmen von Betroffenen. Wie erleben Jüdinnen und Juden die deutsche Realität? Eva Gruberová und Helmut Zeller sind quer durch Deutschland gereist und haben ihnen zugehört.


Eva Gruberová arbeitet als Autorin und freie Journalistin; sie ist Referentin in der KZ Gedenkstätte Dachau und leitet Workshops zur NS-Geschichte , Rechtsextremismus und Antisemitismus für Jugendliche am Max-Mannheimer-Studienzentrum.

Helmut Zeller leitet die Dachauer Redaktion der Süddeutschen Zeitung.



Mittwoch, 15. September 2021, 16 Uhr | bis 12. November


Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege des Landes M-V,

Goldberger Straße 12-13, 18273 Güstrow


"SHOAH – Wie war es menschlich möglich?"


Eine Ausstellung der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem

veranstaltet von „de DROM e.V.” [in Kooperation mit dem Landkreis Rostock]


Der Holocaust war ein präzedenzloser Genozid, der zwischen 1933 und 1945 von NS-Deutschland und seinen Kollaborateuren mit dem Ziel durchgeführt wurde, das jüdische Volk vollständig und systematisch zu vernichten. Die Ausstellung befasst sich mit den wesentlichen Aspekten des Holocaust. Sie setzt ein mit einem Blick auf jüdisches Leben vor dem Holocaust und endet mit der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager, die die Nazis auf dem gesamten Kontinent errichteten, sowie mit dem bemerkenswerten Willen der Überlebenden, zum Leben zurückzukehren.


Eröffnung: Dr. Stefan Metzger, FH Güstrow;

Grußwort: Dr. Hansjörg Schmutzler, Beauftragter für jüdisches Leben in M-V und gegen Antisemitismus;

Einführung: Stephan Meyer, 1. Stellvertretender Landrat, Landkreis Rostock

Sonntag, 3. Oktober 2021, 15 Uhr | bis 14. November

Neuer Termin: Sonntag, 17. Oktober 2021, 15 Uhr


de DROM galerie, Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin

täglich nach Vereinbarung, Tel. 038292-820495


Belu-Simion Fainaru

"Black Milk", Kunstausstellung


Belu-Simion Fainaru (*1959 in Bukarest) ist ein rumänisch-israelischer Bildhauer und Installations-Künstler. Er lebt und arbeitet in Haifa.


Belu-Simion Fainaru studierte Kunst und Philosophie an der Universität Haifa und Kunst und Design an der University of Chicago. Er schloss sein Studium mit dem Master of fine Arts ab.

Er studierte zudem an der Domus Academy in Mailand und der Académie royale des Beaux-Arts de Bruxelles in Belgien.

Fainaru ist seit 1984 Professor an der Fakultät für Architektur an der WIZO Haifa Academy of Design and Education und hatte Lehraufträge an Universitäten in Belgien und Japan.

2008 war Fainaru an der Gründung der Mediterranean Biennale beteiligt, 2014 (mit Hubertus Wunschik) an der Gründung der Free International Art Academy-FIAA und 2015 an der Gründung des Arab Museum of Contemporary Art (AMOCA) in Sachnin.

Einzelausstellungen hatte Fainaru unter anderem im Israel-Museum in Jerusalem, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Antwerpen, im Lehmbruck-Museum in Duisburg und im Saitama Museum in Japan.

Fainaru war 1992 Teilnehmer der documenta IX in Kassel, 1993 der Biennale di Venezia in Venedig, der Biennale Sonsbeek in Arnheim und 2006 der Biennale in Havanna auf Kuba.

Seit 1985 wurde Fainaru mit zahlreichen Preisen für sein Werk ausgezeichnet.

[Änderungen vorbehalten.]

Freitag, 17. September 2021, 19.30 Uhr


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


"Swimmingpool am Golan", Dokumentarfilm, D 2018


Die Schauspielerin und Regisseurin Esther Zimmering spürt der Geschichte ihrer Vorfahren in Israel und der DDR nach; anschließend Diskussion mit den Protagonisten Esther Zimmering, Dr. Raina Zimmering und Dr. Klaus-Ronald Zimmering [in Kooperation mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Rostock]


Als die 12-jährige Esther Zimmering begreift, dass sie doch noch mehr Verwandte hat als die bisher bekannten aus ihrer heimatlichen DDR, ist es um ihre Heimat schon geschehen: Die Mauer fällt. Für Esther bringt die Wende zunächst wenig Angenehmes – auf einmal gibt es in ihrer Schule Neonazis, die sie als Jüdin und Kommunistin beschimpfen. Seitdem wird Israel zu einem Sehnsuchtsort für sie, und ihre Cousins und Cousinen dort zu ihren Vorbildern.

Der Film begleitet tagebuchartig Esthers Reise zu sich selbst und zu ihren Wurzeln. Dieser Weg führt sie zurück in die Vergangenheit ihrer Großmutter zur Nazizeit in Berlin, dann zur Gründung zweier Staaten, an der Mitglieder ihrer Familie beteiligt waren (Israel und die DDR), und schließlich in ihre eigene Zukunft, in der ihre jugendlichen Schwärmereien über Israel gründlich revidiert werden.



Sonnabend, 18. September 2021, 15 Uhr


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


Projekt-Vorstellung "Für die Zukunft lernen – Verein zur Erhaltung der Kinderbaracke Auschwitz-Birkenau",

Henry Lehmann, GeBEG Gesellschaft für Bildung, Erziehung und Gesundheit – Regionen Rostock – mbH


" ... dass die Jugend nicht verantwortlich ist für das, was damals geschah, aber sie ist verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird anfällig für neue Ansteckungsgefahren",

Richard von Weizsäcker, 18. Mai 1985



Sonntag, 19. September 2021, 15 Uhr


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


"Deutsch-Israelische Beziehungen. Quo Vadis?

Deutsche Staatsräson versus UNO-Resolutionen gegen Israel – Zwischen Moral und Diplomatie",

Vortrag und Diskussion mit Ulrich Sahm, Jerusalem


Angela Merkel hatte einen historischen Meilenstein gesetzt, als sie in der Knesset, dem israelischen Parlament, erklärte, dass die Sicherheit Israels Teil der deutschen Staatsraison sei. Dieser Spruch hat Gelächter wie auch Stirnrunzeln ausgelöst, in beiden Ländern und im Rest der Welt. Niemand kann sich vorstellen, dass die Bundeswehr im Notfall Truppen entsendet, um Israel beizustehen. Und falls Merkel das gemeint haben sollte, müsste Israel wohl erst einmal Ersatzteile schicken, damit die Tornados fliegen und die Leoparde ordentlich fahren.

In der großen Politik steht Deutschland keineswegs immer an der Seite Israels. In der Uno wird Israel fast täglich verurteilt, meist von vorbildlichen Staaten wie Syrien, Pakistan, Jemen, wo Menschenrechte ein Fremdwort ist. Es handelt sich um einen ungeheuerlichen Propagandakrieg.

Denn Israel ist trotz allem ein ziemlich normaler Staat. Es ist eine Demokratie mit klaren Gesetzen, die Frauen, Minderheiten und andere sonst Benachteiligte beschützen. In vielen Bereichen ist Israel weltweitführend, dank seiner hoch entwickelten Hightech-Industrie und dank seiner moralischen Pflicht, in Notfällen im Ausland zu helfen, etwa nach Erdbeben, Überschwemmungen oder anderen Naturkatastrophen.

In diesem Vortrag geht es darum, Israel als einen sehr normalen Staat vorzustellen, allerdings behaftet mit allen Mängeln einer Demokratie, oder als Staat in einem ständigen Kriegszustand, was täglich problematische und natürlich umstrittene Entscheidungen herausfordert.



Mittwoch, 22. September 2021 (vormittags)


Exkursion / Vortrag und Diskussion mit Jugendlichen nach Bützow und Sternberg


"Das historische antijüdische Relief in der Stiftskirche Bützow",

"Die Blutkapelle in Sternberg"


Pastorin Johanna Levetzow, Stiftskirche zu Bützow

Gottfried Hägele, PferdemarktQuartier, Bützow


Arbeitsergebnisse werden bei "de DROM" präsentiert; Termin wir hier bekanntgegeben.



Freitag, 24. September 2021, 20 Uhr | Einlass 19 Uhr


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


"Bei mir bist du schön", Blues & Artverwandtes, CD-Release-Konzert:

"30 Jahre Harro Hübner und Michiel Demeyere”


Harro Hübner (ehem. Keimzeit, D) und Michiel Demeyere (B) sind die 'Stimme' und das 'Herz' der "Pass over Blues Band" – eine der renommiertesten Bluesbands Deutschland.



Sonnabend, 25. September 2021, 19 Uhr | Einlass 18 Uhr     Neuer Termin wird hier rechtzeitig veröffentlicht!


de DROM e.V., Bahnhofstr. 1, 18236 Kröpelin


Anmeldung erforderlich: vorstand@de-drom.de


"Über die Hoffnung – Jüdisches Leben in Deutschland, gestern, heute, morgen",

Anno August Jagdfeld im Gespräch mit Dr. Rafael Seligmann


Rafael Seligmann (Jg. 1947) ist als Kind von Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland in Tel Aviv zur Welt und als Zehnjähriger nach Deutschland gekommen. Seine Doktorarbeit hat der Politikwissenschaftler über den Sechstagekrieg von 1967 geschrieben.

Seligmann Essays, Kommentare und Kolumnen werden u.a. im Spiegel, in der B.Z., BILD und Die Welt sowie in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, der taz und der Jüdische Allgemeine veröffentlicht.

1981/82 war er außenpolitischer Berater in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Bonn, von 1985 bis 1991 Dozent für Internationale Beziehungen an der Universität zu München. 1985 gründete Seligmann die Jüdische Zeitung und blieb zwei Jahre deren Chefredakteur.

Seligmann lebt als freier Journalist, Publizist und Autor in Berlin. Von Oktober 2004 bis 2009 war Seligmann Chefredakteur der in Deutschland und in den USA erscheinenden englischsprachigen Monatszeitung The Atlantic Times. Von 2012 bis 2019 gab er die vier Mal im Jahr erscheinende englischsprachige Zeitschrift Jewish Voice from Germany heraus.

Seligmann kritisierte, dass im Streit um die Mohammed-Karrikaturen die Pressefreiheit von Europa nicht offensiver verteidigt wurde. Stattdessen fänden Entschuldigungen bei Islamisten statt.

Seligmann ist Vorstandsmitglied des Vereins „GesichtZeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“.


Anno August Jagdfeld (Jg. 1946) stammt aus einer Schreinerfamilie und wuchs in Aachen auf. Er besuchte die Klosterschule Gymnasium Haus Overbach und studierte Betriebswirtschaftslehre. Jagdfeld arbeitete als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Mit seinem Immobilienunternehmen, das heute seinen Sitz in Düren hat, setzte er zahlreiche Bau- und Immobilienprojekte zumeist in Deutschland um. Anno August Jagdfeld wurde 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.

3. Deutsch-Israelische Kulturtage Mecklenburg-Vorpommern